Lothar Quinkenstein

Lothar Quinkenstein wurde 1967 in Bayreuth geboren. Er wuchs im Saarland auf und studierte Germanistik und Ethnologie in Freiburg. 1993 arbeitete er als Deutschlehrer in St. Petersburg, bevor er 1994 nach Polen ging um dort in Mielec Deutsch zu unterrichten. Im Jahr 1998 promovierte er an der Adam-Mickiewitz-Universität in Poznan, wo er anschließend im Institut für Germanische Philologie arbeitete. 2011 zog er dann nach Berlin. Seit 2012 unterrichtet er im Rahmen des gemeinsamen Studiengangs „interkulturelle Germanistik“ der Adam-Mickiewitz-Universität in Poznan und der Europa-Universiät Viadrina in Frankfurt Oder.
Für sein literarisches Schaffen erhielt er 2007 ein Stipendium des Künstlerhauses Schloss Wieperdorf sowie mehrere Stipendien der Denkmalschmiede Höfgen und der Villa Decius in Krakau, dort zuletzt 2016. 2017 wurde er mit dem Jurypreis des erstmals vergebenen „Spiegelungen-Preis für Lyrik“ sowie dem „Jabłonowski-Preis“ ausgezeichnet.
Seit 2016 übersetzt er auch für die Reihe „Neue Polnische Literatur“ (NPL) im freiraum-verlag.
Zuletzt den Roman „Magik“ von Magdalena Parys, der mit dem europäischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde.

Bisherige Veröffentlichungen:

Prosa:

Schnaps. Ein Zyklus in zwölf Bänden (Berlin 2005)
                                                                  Einige Momente Karls. Erzählung (Hamburg 2010)
                                                                  Tellurium. Roman (Dresden, 2013)

Lyrikbände:

Beim Stimmen der Seiten.Gedichte (Saarbrücken 2007),
gegenort. Gedichtband (2013),
mitteleuropäische Zeit. Gedichte (2016),

Als Übersetzter:

Henryk Grynberg: Unkünstlerische Wahrheit. Ausgewählte Essays. Aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein (Berlin 2014).
Henryk Grynberg: Der Sieg. Drei Erzählungen. Zwei davon aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein (Berlin 2016).
Ludwig Hering: Spuren. Drei Erzählungen. Aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein (Berlin 2016).
Brygida Helbig: Engel und Schweine. Aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein (Greifswald 2016)
Magdalena Parys: Der Magier. Aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein (Greifswald 2018)

Außerdem literaturwissenschaftliche Beiträge, Rezensionen, Essays, u.a. in: „Convivium. Germanistisches Jahrbuch Polen“, „Ostragehege“, „Ort der Augen“, „Palmbaum“, „Sinn und Form“, „DIALOG. Deutsch-Polnisches Magazin“, „Aurora“ (online), in den Online-Portalen „fixpoetry“ und „poetenladen“ sowie in den polnischen Zeitschriften „Gazeta Malarzy i Poetów“, „Czas Kultury“, „Prowincja“, „Borussia“ und „radar“.

Im freiraum-verlag erschienen: