Michael Kraske: Vorhofflimmern

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Artikelnummer: ISBN: 978-3-943672-80-0 Kategorien: , Schlüsselworte: , ,

Beschreibung

Der Fotograf Leo und die Ärztin Andrea ziehen mit ihrem 16-jährigen Sohn Milan von Hamburg in die sächsische Provinz. Liebbrehna wird zur Verheißung eines Neuanfangs: Das Paar kommt sich wieder näher und Milan findet im Jugendclub „Rote Zora“ in David einen besten Freund. Alles scheint möglich. Ausgerechnet hier. Doch als die selbsternannten „Heimatwächter“ Milan und David jagen, brechen zwischen Andrea und Leo unausgesprochene Konflikte auf. Sie will sich anpassen, er sich wehren. Immer stärker machen sie ihre Ängste mit sich allein aus – und verstricken sich in Misstrauen, Heimlichkeit und Lüge. Nach erfolglosen Versuchen, die Mitbürger aufzurütteln, stürmen Vermummte den Hof der Familie. Kurz darauf verschwindet Milans Freund David spurlos.

Wie sehr fürchten wir, was uns fremd ist? Und wie gut kennen wir diejenigen wirklich, die uns vertraut sind? Was passiert, wenn das Unerträgliche normal geworden ist – in Ostdeutschland, in der eigenen Familie, in der Liebe? Michael Kraske liefert mit seinem literarischen Debüt „Vorhofflimmern“ eine Nahaufnahme einer ostdeutschen Kleinstadt, gegenseitiger Entfremdung und enthemmter rechter Gewalt.

Pressestimmen:

„Michael Kraskes Ausflug in die Belletristik ist ihm ohne Wenn und Aber gelungen. Sprachlich klar und stringent und in nüchternem Ton erzählt er zwei hochemotionale, ebenbürtige Geschichten; die einer Gemeinde und die einer Familie im Ausnahmezustand.“ (Ina Namislo, MDR figaro)

„Die lebendige, pointierte Sprache macht das Buch zu einem lesenswerten Ausflug in eine Welt, die fremd und vertraut zugleich scheint.“ (Maria Beretzen, Ostfriesen-Zeitung)

„Mit literarischen und generell künstlerischen Reflexionen auf die brenzlige Lage in Sachsen ist es ja oft so eine Sache, da dominieren dann Betroffenheitston und Zeigefingergesten. Und das nervt. Glücklicherweise vermeidet Michael Kraske genau das, der 44-Jährige hat weder ein Pamphlet geschrieben noch eine verlängerte Reportage. Vielmehr ist es ein so fesselnder wie anspruchsvoller Roman, solide, manchmal sogar elegant in der Sprache, unaufgeregt im Ton, bildreich, vielschichtig und atmosphärisch dicht.“ (Heinrich Maria Löbbers, Sächsische Zeitung)

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