Ryo Kikuchi: Schlechte Zeit für Haiku. Gedichte nach Fukushima

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Softcover; 146 Seiten; 14,8 x 21,0 cm
ISBN: 978-3-943672-84-8

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Beschreibung

Nach den Explosionen im Atomkraftwerk Fukushima I mussten 2011 mehr als 100.000 Menschen aufgrund der enormen Strahlenbelastung ihre Heimat verlassen und wurden umgesiedelt. Weite Teile der Umgebung des Kraftwerks erklärte die Regierung zum Sperrgebiet. Bis heute ist der Verbleib der geschmolzenen Brennelemente unbekannt; die explodierten Meiler emittieren eine Strahlung, die inzwischen über die Grenzen Japans hinaus nachweisbar ist.
Inmitten des Schweigens, das sich weltweit über die Folgen der dreifachen Kernschmelze in Fukushima breitet, hat der japanische Autor Ryo Kikuchi mit „Schlechte Zeit für Haiku. Gedichte nach Fukushima“ eine der wenigen Stimmen erhoben, in denen Angst, Schmerz und Trauer der Betroffenen eine Sprache finden. Ohne Zweifel gehörte Kikuchis düsteres und suggestives Memento zu den wichtigsten Veröffentlichungen im fünften Jahr der nuklearen Katastrophe.

„Die Erde bebt, die Kamera schwankt. Der Rauch steigt auf, das Schicksal ist entschieden.“

2011年、福島第一原発の爆発後、高度放射能汚染の危険を避けるために、十万人以上の人々が故郷を去り、移住生活を強いられ、 同原発の周辺は政府により避難区域に指定された。溶融した燃料棒の状態は現在に至るまで不明であり、爆発した原子炉から放出される放射能は日本の国境を越 えたところでも感知されている。
福島における三つの炉心溶融について世界中に沈黙が広がるなか、ヨーロッパ在住の日本人である著者、菊地了は『俳句のそぐわぬ時 代  フクシマ以後の詩』によって声を上げる。それは被災者の不安と苦痛と悲嘆に言葉を与える数少ない声である。菊地のこの暗澹として 暗示的なメメントは、疑いなく、かの原子力災害の発生から五年を迎える今年の最も重要な出版物の一つである。
「地は震え、カメラは揺れる。煙がのぼり、運命が定まる。」

Ryo Kikuchi 俳句のそぐわぬ時代  フクシマ以後の詩 菊地了 著
(ユルゲン・ブッフマン 編・序文)

Pressestimmen:

„Kritisch geht [Ryo Kikuchi] dabei gleich zu Beginn mit sich selbst ins Gericht, indem er notiert: ‚Mit der Fremdsprache / Gerüstet / Bin ich fremd / In der Fremde / Geschützt / Vor der Strahlung‘. Dieses selbstreflexive Moment, das auch vor der Frage nach der eigenen Schuld an der nuklearen Katastrophe nicht zurückschreckt und die Anthologie davor bewahrt, in einen belehrenden Ton zu verfallen, ist gleichzeitig eine der Stärken Kikuchis.“ (Martin Thomas, literaturkritik.de)

„Der 1979 in Tokyo geborene Autor versteht es als Aufgabe, nach der Katastrophe seine Stimme zu erheben und gegen das Schweigen anzuschreiben. Gegen diejenigen, die aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen unterschlagen und fälschen. Kikuchis Motivation ist eine politische und zugleich eine zutiefst menschliche …“ (Barbara Geschwinde, WDR3)

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